Blog – Herz & Verstand
Reflexionen – Impulse – Erfahrungen
Dieser Blog startete mit der Neuauflage meiner Homepage im Mai 2026. Es ist eine wachsende Sammlung von Beiträgen, Reflexionen, Impulsen und Erfahrungen rund um tiefgreifende Themen des Lebens: Als Hingabe an das Leben selbst.
Jeder Beitrag ist ein Wegabschnitt: manchmal ein stiller Waldpfad, manchmal eine Lichtung voller Klarheit, manchmal ein anspruchsvoller Parcours, der neue Fähigkeiten fordert und stärkt.
Die Beiträge kreisen um Fragen, die viele Menschen bewegen – und die selten einfache Antworten haben:
Wer bin ich – und wer will ich sein?
Wie gelingt Veränderung, ohne sich selbst zu verlieren?
Wie treffe ich Entscheidungen, die wirklich zu mir passen?
Was brauche ich, um klarer, wirksamer und stimmiger zu leben?
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Freitag ist Freutag
Warum Führungskräfte aufhören sollten, den Freitag zu verwalten und anfangen sollten diesen zu feiern. Es ist Freitagmittag. Die Woche neigt sich dem Ende zu. Was tun Sie als erstes? Die meisten Menschen, die ich kenne – Führungskräfte, Selbstständige, Menschen mit Verantwortung – öffnen in diesem Moment entweder ihre To-do-Liste oder ihr Postfach. Sie schauen, was noch offen ist. Was nicht geschafft wurde. Was auf Montag wartet. Das ist verständlich. Das ist professionell. Das ist – in gewisser Weise – auch vernünftig. Aber es ist nicht vollständig. Denn es gibt eine andere, viel wichtigere Frage, die man sich an einem Freitagmittag stellen sollte: Was hat mich diese Woche gefreut? Nicht: Was habe ich erreicht? Nicht: Was war produktiv? Nicht: Was kann ich abhaken? Sondern: Was wurde mir geschenkt? Und dabei geht es auch, aber nicht nur um Dinge. Ich feiere den Freitag seit einiger…
Aus Säulen des Zusammenlebens werden Keulen im Überlebenskampf.
Ein unbequemer Text über Anstand, Authentizität und die Lücke zwischen dem, was wir sagen, und dem, was wir tun. Ich habe Fehler gemacht. Nicht einmal. Nicht aus Böswilligkeit. Sondern aus Gewohnheit und das ist das Schlimmste daran. Ich saß in einem Meeting. Eine Führungskraft, 20 Jahre Erfahrung, erzählte von einem Konflikt in seinem Team. Mitten in seiner Geschichte unterbrach ich ihn. Kurz. Präzise. Mit dem richtigen Argument zur falschen Zeit. Er verstummte. Nicht weil er keine Antwort hatte. Sondern weil er in diesem Moment gespürt hat, dass ich nicht zugehört habe. Dass ich bereits die nächste Frage formuliert hatte, während er noch sprach. Ich hatte Respekt gepredigt und ihn in diesem Moment nicht gelebt. Die Lücke, die niemand benennt Es gibt eine Lücke in der Führungskräfte-Entwicklung. Und in der öffentlichen Debatte über Anstand, Toleranz und Menschenwürde. Diese Lücke…
Wenn Du dein Denken an KI delegierst, verlierst du mehr als nur Zeit
Warum das stille Auslagern von Denkarbeit an KI die gefährlichste Führungsentscheidung der Gegenwart ist und was dein Gehirn damit zu tun hat Es gibt einen Trend, über den niemand spricht. Nicht weil er neu wäre. Nicht weil er versteckt wäre. Sondern weil er so bequem ist, dass wir ihn nicht sehen wollen. KI schreibt unsere Posts. KI formuliert unsere DMs. KI optimiert unsere Reichweite, strukturiert unsere Gedanken, fasst unsere Meetings zusammen, entwirft unsere Strategien. Und wir nicken ab. Ich sage das nicht als Technologiekritiker. Ich sage es als jemand, der selbst KI nutzt und der täglich mit Führungskräften arbeitet, die gerade etwas bemerken, das sie nicht benennen können. Etwas fehlt. Nicht in ihrer Karriere. Nicht in ihren Zahlen. Nicht in ihrer Effizienz. Sondern in ihrem Denken. Das Prinzip, das wir vergessen sollten „Geiz ist geil.” Dieser Satz hat eine Generation…
Die Betäubung, die du nie bestellt hast
Es gibt einen Moment, den fast jede Führungskraft kennt und den fast keine laut ausspricht. Es ist nicht der Moment des Zusammenbruchs. Nicht die Krankschreibung. Nicht der Arzttermin. Es ist der Moment davor. Der Moment, in dem du abends auf dem Sofa sitzt, durch Netflix scrollst, das dritte Bier öffnest oder das fünfte Mal dein Smartphone entsperrst und weißt: Das hilft nicht wirklich. Aber du machst es trotzdem. Nicht weil du schwach bist. Sondern weil das System dir genau das anbietet, was du gerade brauchst: kurzfristige Erleichterung. Sofort. Billig. Ohne Wartezeit. Was du wirklich bräuchtest, kostet mehr. Dauert länger. Und ist gerade nicht verfügbar. Das ist keine persönliche Schwäche. Das ist Systemdesign. Was eine Betäubung tut – und was sie nicht tut Jede Betäubung folgt derselben Logik. Sie schaltet den Schmerz aus. Nicht die Ursache. Sie hält dich funktionsfähig. Nicht…



