Blog – Herz & Verstand

Tiefe Impulse zu C-Level-Dilemmata, Ekpathie, Entscheidungsfindung und Selbststeuerung

Warum Führungskräfte die Jugend kritisieren, die sie selbst erzogen haben

Der Arbeitsmarkt erlebt derzeit eine erbitterte Debatte über die Arbeitsmoral der Generation Z. Führungskräfte der Babyboomer-Generation bemängeln fehlenden Ehrgeiz, überzogene Forderungen nach Work-Life-Balance und eine mangelnde Frustrationstoleranz. Diese wissenschaftliche Analyse deckt den zentralen systemischen Fehlschluss auf: Die Boomer-Generation agiert in einer unbequemen Doppelrolle. Sie kritisiert als Führungskraft im Board genau diejenigen Verhaltensmuster, die sie als Helikopter-…

Dieser Blog startete mit der Neuauflage meiner Homepage im Mai 2026. Es ist eine wachsende Sammlung von Beiträgen, Reflexionen, Impulsen und Erfahrungen rund um tiefgreifende Themen des Lebens: Als Hingabe an das Leben selbst.

Jeder Beitrag ist ein Wegabschnitt: manchmal ein stiller Waldpfad, manchmal eine Lichtung voller Klarheit, manchmal ein anspruchsvoller Parcours, der neue Fähigkeiten fordert und stärkt.

Die Beiträge kreisen um Fragen, die viele Menschen bewegen – und die selten einfache Antworten haben:

Wer bin ich – und wer will ich sein?
Wie gelingt Veränderung, ohne sich selbst zu verlieren?
Wie treffe ich Entscheidungen, die wirklich zu mir passen?
Was brauche ich, um klarer, wirksamer und stimmiger zu leben?

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Warum Führungskräfte die Jugend kritisieren, die sie selbst erzogen haben

Der Arbeitsmarkt erlebt derzeit eine erbitterte Debatte über die Arbeitsmoral der Generation Z. Führungskräfte der Babyboomer-Generation bemängeln fehlenden Ehrgeiz, überzogene Forderungen nach Work-Life-Balance und eine mangelnde Frustrationstoleranz. Diese wissenschaftliche Analyse deckt den zentralen systemischen Fehlschluss auf: Die Boomer-Generation agiert in einer unbequemen Doppelrolle. Sie kritisiert als Führungskraft im Board genau diejenigen Verhaltensmuster, die sie als Helikopter- und Rasenmäher-Eltern im Zuge der eigenen Erziehung gesät hat. Dieser Beitrag beleuchtet die systemischen Hintergründe des Generationenkonflikts und zeigt auf, wie Vorstände und Geschäftsführer im Rahmen der Business Judgment Rule die Leistungsfähigkeit ihrer Organisation zukunftssicher aufstellen. 1. Das Erziehungs-Paradoxon: Ursache und Wirkung im FührungskontextIn den Vorständen und…

Dr. Andreas Baum mit Kopfhörern

Warum Sie abends erschöpft Ja sagen, obwohl Sie längst Nein meinen und wie Sie Ihre echte Standfestigkeit zurückgewinnen

Das Setzen klarer Grenzen wird häufig missverständlich als Akt der Härte, Verweigerung oder mangelnden Kooperationsbereitschaft interpretiert. Dieses tiefsitzende Missverständnis verleitet selbst erfahrene Vorstände, Geschäftsführer und Inhaber in ein unbewusstes, kräftezehrendes Verhaltensmuster: Unter steigendem Druck, im Boardroom oder im vertrauten persönlichen Umfeld, stimmen sie Nachforderungen zu, die ihre eigenen zeitlichen, emotionalen und organisationalen Kapazitäten weit überschreiten. Die Ursache für dieses Phänomen liegt keineswegs in mangelnder Führungskompetenz, fehlender Disziplin oder persönlicher Schwäche, sondern in tief verwurzelten neurobiologischen Schutzreflexen unseres Nervensystems. Dieser umfassende Leitartikel beleuchtet die feinen Mechanismen der unbewussten Überanpassung und zeigt praxisnah auf, wie die Verbindung aus wissenschaftlich fundierter…

Mann denkt über Einladung zum Meeting mit dem Chef nach.

Bodenlose Kommunikation

Warum eine harmlose Nachricht Angst auslösen kann „Haben Sie um 14 Uhr kurz Zeit? Ich würde gern sprechen.“ Ein Satz. Sachlich, höflich, professionell. Und dennoch kann er für zwei Mitarbeitende etwas völlig Unterschiedliches bedeuten. Die eine Person liest ihn, bestätigt den Termin und arbeitet weiter. Die andere verbringt die nächsten Stunden in gedanklicher Alarmbereitschaft: War da ein Fehler? Gibt es Ärger mit einem Kunden? Ist das Budget betroffen? Steht eine Veränderung im Unternehmen bevor? Geht es um den eigenen Arbeitsplatz? Um 14 Uhr stellt sich vielleicht heraus: Die Führungskraft möchte demjenigen ein neues Projekt anvertrauen. Eine gute Nachricht. Nur: Bis dahin sind womöglich Stunden an Konzentration, Energie und innerer Ruhe verloren gegangen. Und oft nicht nur bei der betroffenen Person, sondern im ganzen Team!!! Die naheliegende Reaktion wäre: Dann schreiben…

Mensch steht über den Wolken.

Warum Reife wichtiger ist als der „richtige” Führungsstil

Vor zehn Jahren war Command & Control out. Empathische Führung in. Heute? Zu weich. Zurück zu Klarheit und Struktur. Morgen? Wer weiß. Und Führungskräfte stehen dazwischen – verunsichert, genervt, erschöpft – und fragen sich: „Was ist denn jetzt richtig?” Die Antwort ist: Beides. Und keins davon – immer. Nach 20 Jahren Führungsverantwortung – als Vertriebsleiter, Vorstand, heute als Executive Coach – weiß ich: Die Frage ist nicht, welcher Führungsstil der richtige ist. Die Dogmatisierung von Führung Führung ist zur Ideologie geworden. In den 90ern: „Führung heißt Kontrolle.” Klare Hierarchien. Ansagen. Durchgriff. In den 2000ern: „Führung heißt Empowerment.” Coaching. Delegation. Vertrauen. In den 2010ern: „Führung heißt Empathie.” Emotionale Intelligenz. Psychological Safety. New Work. Und jetzt, Mitte der 2020er? „Führung heißt wieder Klarheit.” Weil zu viel Empathie zu…